Die Neura Mobile Robots GmbH festigt mit der Übernahme der Adlatus Robotics GmbH aus Ulm ihre Position als europäischer Vorreiter in der autonomen Reinigungstechnik. Für bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar sichert sich das Unternehmen nicht nur die volle Kontrolle über ein etabliertes Systemhaus mit hunderter Installationen, sondern auch Europas führendes Know-how in industrieller Reinigungsrobotik und macht daraus eine KI-Plattform für smarte Maschinen. Die Integration der Adlatus-Technologie in Neuras Fleet Manager soll die Basis für eine europäische Alternative zu asiatischen Robotikriesen legen.
Strategische Übernahme: Adlatus wird Kern der Neura-Plattform
Mit der vollständigen Übernahme der Adlatus Robotics GmbH aus Ulm wird das Unternehmen zum festen Bestandteil der Neura-Gruppe. Die Transaktion umfasst 100 Prozent der Anteile und markiert den nächsten Schritt in Neuras Strategie, autonome Reinigungsroboter mit KI zu veredeln. Während Adlatus bisher als eigenständiger Anbieter autonomer Kehrsaug- und Reinigungssysteme agierte, wird die Technologie nun unter dem Dach von Neura weiterentwickelt, mit Fokus auf Skalierung und Plattformintegration.
Europas Reinigungsexperten: Hunderte Systeme und jahrzehntelanges Know-how
Adlatus bringt nicht nur eine ausgereifte Hardware in die Übernahme ein, sondern auch praktisches Wissen aus tausend Installationen. Die Roboter sind bereits in Industrie, Logistik und Gesundheitswesen im Einsatz, ein Netzwerk, das Neura für die Entwicklung realistischer KI-Lösungen nutzt. Besonders wertvoll ist Adlatus eigene Navigationssoftware, die auf jahrelanger Erfahrung mit realen Reinigungsprozessen basiert. Die Kombination aus Hardware-Expertise und Feldwissen soll Neuras Plattform um europäische Standards bereichern.
„Ein neues Gehirn für Maschinen“: KI als Game-Changer
Für David Reger, CEO von Neura Robotics, geht es bei der Übernahme nicht um eine bloße Erweiterung des Produktportfolios. „Wir kaufen Adlatus nicht, um einfach einen weiteren Reinigungsroboter in unser Portfolio aufzunehmen“, stattdessen soll die Technologie als Basis für KI-gesteuerte Roboter dienen. Die geplanten Investitionen von bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar fließen in Plattformentwicklung, Produktion und das Training der Maschinen. Ziel ist es, europäische Robotik von asiatischen Dominanzmodellen zu entkoppeln, durch lokale Innovation statt reiner Hardware-Kopie.
Integration in den Fleet Manager: Europäisches Industriewissen als Standortvorteil
Die Zusammenarbeit zwischen Neura und Adlatus begann bereits im September 2025 mit einer strategischen Partnerschaft. Nun wird diese Kooperation durch die Übernahme konkretisiert: Die Reinigungslösungen von Adlatus sollen langfristig in den internen Fleet Manager von Neura integriert werden. Andreas Lindemann, Geschäftsführer der Neura Mobile Robots, betont damit die Bedeutung des europäischen Know-hows für die Plattform. Die Verbindung aus Hardware, Software und Felddaten soll Neuras Position als europäischer KI-Robotik-Pionier stärken.
Parallel: Bosch startet Produktion humanoider Roboter für Humanoid
Während Neura mit Adlatus die Reinigungsrobotik auf KI umstellt, setzt der Technologiekonzern Bosch einen anderen Akzent: Ab 2027 soll im Werk Bühl (Schwarzwald) eine Fertigungshalle für humanoide Roboter des britischen Unternehmens Humanoid entstehen. Obwohl die Projekte auf den ersten Blick unterschiedlich wirken, Neura fokussiert sich auf Reinigungsroboter, Bosch auf humanoide Systeme, zeigen beide Initiativen: Deutschland und Europa wollen ihre Robotik-Expertise durch lokale Produktion und KI-Integration stärken.



